news vom 25.11.23

Junge bauen ihre Traumfirma

An der von der Wirtschaftskammer Baselland organisierten Berufsschau vom 13. bis 19. November waren erstmals auch die Initianten von startup baselland mit dabei. Einige Schüler kamen mit ihren Lehrern, Klassen und Eltern am Stand vorbei, um sich über den Schritt in die Selbständigkeit zu informieren. Mit Begeisterung bauten die Jugendlichen dort aus Lego ihre eigene Firma und nahmen am Quiz teil. Und noch eine Plattform bot sich in der selben Woche jungen an der Selbständigkeit Interessierten. Auszubildende der Berufsbildungsschule Baselland absolvierten dort den ersten "Start-Up"-Kurs und präsentierten ihre durchaus realisierbaren Geschäftsmodelle.

Über 80 Ausstellende präsentierten an der Baselbieter Berufsschau, die in der St. Jakobshalle in Münchenstein stattfand, auf einer Fläche von über 8000 Quadratmetern über 200 Lehrberufe.

Bereits am ersten Tag «war der Bär» los. Nach der feierlichen Eröffnung strömten die Kids in die St. Jakobshalle Basel und brachten sich mit Feuer und Flamme an den «Erlebnis-Ständen» der über 80 Aussteller ein. Erstmals waren auch die Initianten von startup baselland aktiv dabei.

Coaches von der Startup Academy und vom Business Park Baselland, vom Business Parc Reinach/Liestal und von Basel Area Business&Innovation liessen die Schüler:innen aus Legos ihre Traumfirma bauen. Und tatsächlich zauberten die Jugendlichen mit strahlenden Augen und flinken Fingern Büros, Empfangs-Desks, Verkaufsräume und anderes mehr.

Wie die Immobilien-Firma des Vaters
Xhenisa, Alisa und Florina entwarfen sichtlich vergnügt gemeinsam eine Immobilienfirma. Der Vater eines der Mädchen führt eine solches Unternehmen… Jaro und sein Freund Stefan tüftelten an innovativen Geschäftsmodellen. Ersterer weiss im Bereich Marketing schon gut Bescheid und konstruierte selbstbewusst ein grosses Logo und «Planungs-Board» für sein Startup. Ein anderer «Pfiffikus» möchte eine IT-Firma im Bereich Software/Hardware gründen. Das Büro solle sich aber «nicht in der Stadt und auch nicht daheim, sondern in der Natur befinden»…

Fast 300 Quiz-Teilnehmende
Ein grosser Renner war auch der Quiz mit zwei Schätzfragen nach der Zahl der Gründungen in Baselland (2022: 1253) und dem Anteil Frauen schweizweit (46 Prozent). 297 Schüler:innen nahmen daran teil, 213 mit den richtigen Antworten.

Glücklicher Gewinner war Lino aus Münchenstein, der sich sehr über den Preis (einen 70-Franken-Gutschein) von freute. Er geht in die 8. Klasse und besuchte zusammen mit seiner Schulkolleg:innen die Berufsschau, die er sehr spannend fand (vgl. Video).

Möglichkeiten nach der Berufsbildung aufzeigen
«Bereits sehr Junge haben die Idee, eine Firma zu gründen, im Kopf. Wir wollen Interessierten die Möglichkeiten aufzeigen, diesen Weg im Anschluss an die Berufsbildung einzuschlagen», erklärte Marcel Zumkemi, Geschäftsführer der Stiftung Business Park Baselland (Foto links).

Neben den Schüler:innen interessieren sich die Ausbilder und Lehrpersonen rege für das Thema Selbständigkeit, auch als mögliches Unterrichts-Modul. Sie erkundigten sich am Stand von startup baselland nach dem Durchschnittsalter von Unternehmensgründer:innen sowie nach den (Förder-)Angeboten durch die Startup-Organisationen und den Kanton (Standortförderunge Baselland).

Von der Oldtimer-Garage bis zur Vertikalbegrünung
Dass Auszubildende sich frühzeitig mit der Selbständigkeit auseinandersetzen, diesem Umstand trägt das Berufsbildungszentrum Baselland neuerdings Rechnung. Wie diese zu Jungunternehmer/innen werden können, wird ihnen jetzt im "Start-Up"-Kurs beigebracht, der dieses Jahr voll ausgebucht war.

Am Finale des ersten Durchgangs präsentierten in Muttenz fünf hochmotivierte Lernende ihre Businesspläne. Von der nachhaltigen Gartengestaltung über die Restauration von Oldtimern bis zur IT-Rundumbetreuung stellten die jungen Leute beim Pitchen ihre spannenden und ausgereiften Ideen vor.

Unterstützung von Unternehmern
Ihre Geschäftsmodelle hatten die Kursteilnehmer acht Abende lang in Gruppen erarbeitet mit Unterstützung ihrer drei Lehrer, darunter Patrick Stephan Meyer (Foto oben rechts). Alle können, da selbst Unternehmer und zum Teil (ehemalige) Firmeninhaber, aus ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Dabei wurden die Lernenden durch alle Schritte gelotst, die nötig sind für die berufliche Selbständigkeit: etwa die Entwicklung einer Geschäftsidee sowie USP, die Vermarktung des Angebots… und eben auch überzeugendes Präsentieren. Wertvolle Tipps bekamen sie auch im Austausch mit dem Business Park Baselland, der integrativer Bestandteil des Kurses ist.

Begeistert, authentisch und kompetent
Die Geschäftsideen wirkten glaubwürdig und realisierbar, die kommenden Firmengründer und CEO's kamen begeistert, authentisch und sehr kompetent rüber. Am Ende gewann das Konzept zur Vertikalbegrünung im städtischen Raum von Flavio Brand (Foto untere Reihe rechts) – wobei die Resultate aller Finalisten sehr nahe bei einander lagen.

"Mit dem Kurs wollen wir jungen Auszubildenden, die eine eigene Geschäftidee durchdenken wollen, die Möglichkeit bieten, in die verschiedenen Dimensionen des Unternehmertums einzutauchen", erklären Dominique Tellenbach, Rektor, und Rolf Zumbrunn, Abteilungsleiter BKU (Foto obere Reihe, 3.v.l. resp. 2.v.r.)

Nächster Start-Up-Kurs startet im Frühling
So mancher Kursteilnehmer erwägt ernsthaft nach weiterer Berufs- und Ausbildungszeit den Schritt in die Selbständigkeit. Und nächstes (Früh)Jahr geht es weiter mit dem nächsten Start-Up-Kurs. Weiter plant man gemäss Patrick Stephan Meyer, ausgelernte Lehrlinge auf das Unternehmertum vorzubereiten.

Kathrin Cuomo-Sachsse, Kommunikation startup baselland

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